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Zitadelle Petersberg

Stadtführung. Ganzjährig buchbar

Wanderung durch ein barockes Festungslabyrinth

Die barocke Zitadelle Petersberg gilt als eine der größten und besterhaltenen ihrer Art in ganz Europa. Im Jahr 1665 begann der kurmainzische Erzbischof Johann Philipp von Schönborn mit dem Bau der als Zwingburg gegen die Stadt gerichteten Anlage.

Der in der Folge des 30jährigen Krieges angelegte Bau steht am Beginn eines einschneidenden Bedeutungsverlustes der Stadt. Bis in die Zeit Martin Luthers hinein war Erfurt ein wohlhabender Handelsplatz und unbestrittenes Zentrum der thüringischen Lande. Mit dem Ende des Krieges war es mit dieser priviligierten Stellung vorbei. Der ökonomische Niedergang ging mit dem Verlust der Selbständigkeit einher. Bauten wie die Neue Waage, die Kurmainzische Statthalterei und die riesige Festung formulierten klar die neu installierte Position des Stadtherrn.

Bei einem Rundgang über Bastionen und Vorwerke erschließen sich die gewaltigen Ausmaße und die technische und planerische Perfektion der barocken Verteidigungsanlage. Von der Zeit vor Reformation, Krieg und Festungsbau erzählen die Ruinen einer Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert. Der beeindruckende Bau ist der letze Überrest des einstmals einflussreichen Petersklosters. Und das Schönste: Hoch über der Stadt, gleich neben dem Domberg gelegen, bietet der Petersberg einen weiten Blick über die Erfurter Altstadt.

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