Martin Luther in Weimar
Stadtführung. Ganzjährig buchbar
Die Residenz als Motor der Reformation
Im Jahr 1552 machte Johann Friedrich aus der ernestischen Linie der Wettiner die Stadt Weimar zur Residenz und Hauptstadt seines Territoriums. Der Umzug von Wittenberg und Torgau in die kleine thüringische Stadt geschah nicht freiwillig. Vorausgegangen waren lange Auseinandersetzungen zwischen den Unterstützern der Reformation und der Partei der Altgläubigen.
Mit Johann Friedrich kam der Anführer der unterlegenen Partei der Protestanten nach Weimar. Einen großen Teil seines Territoriums und die Kurwürde hatte der Herzog verloren. Der Wille zur Durchsetzung der Ideen Martin Luthers und der Stolz auf die Abstammung aus der Familie Friedrichs des Waisen waren geblieben. In Jena eröffnete der Herzog eine neue Universität. Die Residenz Weimar wurde zu einem der Ausgangspunkte der Reformation.
Der Rundgang erzählt die Geschichte Weimars als einem Zentrum der Reformation. Die Gebäude des Klosters, in dem Martin Luther gepredigt hatte, ging nach seiner Schließung an den Hof. Der barocke Neubau der Jakobskirche entsprach ganz den Anforderungen der neuen Kirche. Mit dem Altar in der Stadtkirche hinterließ Lucas Cranach ein berühmtes Lehrbild und eines der Schlüsselwerke der Kunst des Protestantismus. Auf dem Jakobsfriedhof findet sich noch heute das Grab des Malerunternehmers und ehemaligen Wittenberger Bürgermeisters.
