Martin Luther in Erfurt
Stadtführung. Ganzjährig buchbar
Als Student und junger Mönch in der thüringischen Metropole
Im Jahr 1501 kam Martin Luther nach Erfurt. Seit 1392 beherbergte die große Händlerstadt außer vielen Klöstern und Stiften auch eine Universität. Über 35.000 Studenten waren bis zum Ausbruch der Reformation hier immatrikuliert worden. Um 1500 hatten die Ideen des Humanismus an der berühmten Schule bereits Fuß gefaßt. Die Auseinandersetzungen zwischen Scholastikern und Vertretern der via moderna schlug Wellen in der Welt der Gelehrten.
Vier Jahre lang studierte Luther im "Bologna des Nordens". Dann der Sinneswandel: Der junge Mann bat um Aufnahme in den für seine Strenge bekannten Orden der Augustiner-Eremiten. Zwei Jahre später wurde er im Dom zum Priester geweiht. Noch lange nach seinem Weggang nach Wittenberg bezeichnete Luther die Stadt Erfurt als "Mutter, der ich alles verdanke".
Der Rundgang auf Luthers Spuren erzählt vom Leben des Reformators in der thüringischen Metropole. Auf dem Weg liegen die historischen Gebäude der Universität, ein studentisches Wohnhaus, die Universitätskirche, das Kloster der Augustiner und der Erfurter Dom. Sie sehen die mittelalterliche Stadt mit den Augen eines jungen Studenten, erkunden einige der beeindruckenden Kirchenräume des späten Mittelalters und hören aus dem Zitatenschatz des auch für seine Direktheit berühmt gewordenen Reformators.